Keine Show, keine Apokalypse – nur Pommes und Fett. Er steht da, die Schürze um den Bauch gewickelt, als wäre das seine Krönung, als würde ihm das goldene M leuchten wie einst das Oval Office. Aber da ist nichts Goldenes mehr, nicht wirklich. Nur die Kamera klickt, die Leute jubeln, weil sie das tun, egal, was er tut. Aber er? Er steht da, und irgendwo in seinem Blick spürt man es: Vielleicht weiß er es selbst. Dass das nicht genug ist. Nicht mehr.
Früher war er der, der alles zerbrach. Der die Welt in 280 Zeichen zerlegte, der auf der Weltbühne stand und dachte, er sei größer als das alles. Jetzt verbrennen ihm die Hände und man muss sich fragen: Glaubt er das wirklich? Glaubt er wirklich, dass diese Schürze ihn zurückbringt? Dass er, der König des Spektakels, jetzt bei McDonald’s den nächsten Trump Tower baut?
Die Menge jubelt, sie liebt es. Denn genau das wollen sie sehen. Den Mann, der sich für sie hinstellt und Pommes schaufelt. Der sagt: Ich bin einer von euch! Seht her! Aber was sie nicht sehen, was niemand sieht, ist dieses Zucken in seinem Gesicht. Denn da, in diesem Fettgeruch, liegt irgendwo die Tragödie. Nicht die eines gefallenen Helden, sondern die eines Mannes, der weiterläuft, obwohl das Rennen längst vorbei ist.
Vielleicht funktioniert es. Vielleicht gewinnt er wirklich. Aber vielleicht steht er am Ende ganz allein da und weiß: Das war’s. Kein Oval Office mehr, kein großes Spektakel. Nur der Geruch von Fett, die Schaufel in der Hand und irgendwo der Gedanke: Wie bin ich hier gelandet? Aber dann klickt die Kamera, die Menge lacht und er lächelt. Denn was soll er sonst tun? Aufhören? Aufhören war nie eine Option.
Schreibe einen Kommentar